August 1, 2016

Fitbit made me think

Die volle technische Kontrolle über meinen eigenen Körper haben. Alles festhalten, alles aufgezeichnet bekommen. Ist das möglich? Und die für mich noch wichtigere Frage: Ist das Gesund? Wie verändert sich meine Körpergefühl wenn ich alles kontrollieren kann?

Die Technik ist heute so weit, dass wir mit einer kleinen Uhr am Handgelenk fast unseren ganzen Körper digital unter Kontrolle behalten können. Hilft einem das wirklich? Lebt man dadurch gesünder? Ich habe den Selbstversuch gewagt.

Vier Wochen lang habe ich alles dokumentiert und mit der Fitbit Uhr festgehalten. Was war mein Ziel? Das wusste ich am Anfang gar nicht so genau. Einfach mal alles ausprobieren war die Devise. Ich hatte meinen Alltag so weitergeführt wie zuvor. Nach der ersten Woche merkte ich: „Hmm.. irgendwie bewegst du dich doch zu wenig.“ Denn um gesund zu sein soll man 10’000 schritte am Tag laufen. Gut, da hatte ich mein Ziel erstes Ziel, dies jeden Tag zu schaffen. Schnell merkte ich auch, dass ich viel zu wenig trinke. Das konnte ich auch sehr leicht ändern. Als Nebeneffekt musste ich zu Beginn gefühlte 20x mal auf  die Toilette 🙂 Etwa zur gleichen Zeit entdeckte ich, dass die Uhr meinen Schlafrhythmus aufzeichnet. „Sehr interessant.“, dachte ich. Mal schauen wie sich das so in den weiteren Tagen und Wochen entwickelt. So ab der dritten Woche konnte ich nicht mehr ohne die Uhr. Fast stündlich musste die Schrittzahl kontrolliert werden. Jeder kleine Snack musste notiert werden. Wenn die Uhr am Morgen anzeigte, dass die letzte Nacht sehr unruhig war, fühlte ich mich gleich total müde.

 

In der letzten Woche, nachdem ich es geschafft hatte neben meinem normalen Sportpensum auch die erforderlichen 10’000 Schritte am Tag zu erreichen, zeigte mir die Uhr an,  dass ich an gewissen Tagen zu viel und am nächsten dafür zu wenig gegessen hatte. Da ich immer unruhiger und unruhiger schlief und immer müder und müder wurde, merkte ich dass es so nicht weitergeht. Ich zog die Uhr aus. Eine Woche lag sie auf meinem Schreibtisch.

Nachdem ich die Uhr eine Woche Zuhause gelassen hatte, hat sich alles wieder normalisiert. Ich hatte wieder zu mir und meinem Körper gefunden.Ich hatte wieder viel besser geschlafen weil ich nicht mehr so fixiert drauf war. Ob ich genug gegessen hatte wusste ich eigentlich selbst. Mein Körper sagte mir, wann er mehr braucht und wann er genug hatte. Ich hätte nie gedacht, dass mich eine Uhr so durcheinander bringen könnte. Die volle kontrolle über seinen Körper zu haben ist nicht schlecht. Aber es darf nicht die Überhand gewinnen. Es ist ein interessantes Instrument um einmal einen kleinen Einblick zu bekommen. Aber der eigenen Körper sagt einem schon, was er wann braucht. Dafür braucht man keinen Uhr.

Mein Fazit: Das war ein sehr interessantes Experiment. Ich finde die Uhr etwas Gutes, wenn man 1-2 Punkte optimieren will. Aber das eigene Körpergefühl ist immer noch das Allerbeste. Was ich aber beibehalten habe ist mehr zu trinken. Das ist enorm wichtig, dass der Mensch genügend trinkt. Ich fühl mich fitter und mein Körper lagert nicht mehr so viel Wasser ein, da er ja täglich genug bekommt. Und ich geh am Abend eher mal noch schnell um den Block, wenn ich meine 10’000 Schritte erreichen will. Aber ich mach mir keinen Kopf, wenn ich es nicht jeden Tag schaffe.

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